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PEDELEC-TEST

JEEP CR 7004 IM PRAXISTEST


Text: Jens Riedel/Auto-Medienportal.net
Fotos: ampnet/jri
 

COOLER CRUISER

Preiswürdiges E-Fatbike für die gelungene Show, aber auch den gelungenen Alltag?


 Jeep CR 7004
 


Jeep ist Legende, wird 80 Jahre alt – und baut auch Elektrofahrräder. Besser gesagt, lässt bauen. Für Deutschland, die Schweiz und Österreich hat die Firma Elektro Mobile Deutschland den exklusiven Vertrieb der ikonisch gebrandeten Pedelecs übernommen. Derzeit gibt es elektrisch unterstützte Mountain- und Trekkingbikes, Cruiser, Falträder und Jugendräder.

Besonders stilsicher kommt dabei das Jeep Cruise E-Bike CR 7004 daher. Mit seinem langgezogenen Rahmen und dem tankförmigen Akkukasten unter dem Oberrohr sowie dem weit nach hinten reichenden und breiten Lenker sieht dieser Jeep auf zwei Rädern aus wie ein klassisches Motorrad aus dem frühen vorigen Jahrhundert. Auch Erinnerungen an die Steher-Maschinen für Bahnradrennen werden wach.

In der grünen Farbgebung mit dem hell abgesetzten „Tank“, dem Jeep-Schriftzug und dem großen, eingekreisten Stern zeigt das CR 7004 einen dezenten Military-Look. Dazu kommen dicke Reifen der Dimension 26 x 4.0 mit weißer Beschriftung an den Flanken und ein Lampengehäuse nach klassischer Bauart (in dem modernes LED-Licht steckt). Optisch gibt es da eine klare und einfache Bewertung: Cool.

 Jeep CR 7004
 Jeep CR 7004
 

Das Jeep Cruise CR 7004 wird – wie sollte es anders sein – in China hergestellt. Der 250-Watt-Nabenmotor im Hinterrad kommt vom Hersteller Xiongda und ist ausreichend kräftig. Shimano steuert die Siebengangschaltung aus der Altus-Serie bei. Verwendet wird die Tourney-Bedieneinheit mit Drucktaste zum Rauf-, und klassischem Ziehhebel zum Runterschalten, sowie Ganganzeige. Dank der E-Hilfe von 40 Newtonmetern Drehmoment reicht das völlig aus. So lässt sich selbst im obersten Gang und bei der zweiten Unterstützungsstufe (von insgesamt fünf) mit vertretbarem Kraftaufwand und um die 16, 17 Stundenkilometer ganz genüsslich cruisen. Bemerkenswert ist das leichte Nachschieben des Motors nach der Tretunterbrechung.

Die Scheibenbremsen können nicht ganz mit dem Antrieb mithalten. Sie zeigen so gut wie keinen Biss, und die Hebel müssen bei stärkeren Verzögerungsabsichten fast bis zum Anschlag durchgezogen werden. Da tröstet auch das Mini-Bremslicht nicht. Hingegen gehört der gefederte und breite Sattel wieder zu den Pluspunkten – er kompensiert den fehlenden Komfort der starren Vordergabel.
 
 Jeep CR 7004
 Jeep CR 7004
 

Abstriche müssen bei den schönen Metall-Schutzblechen (merke: Schutzblech) gemacht werden: Obwohl sie üppig wirken, reichen sie an den Seiten nicht weit genug über die Ballonreifen und auch nicht tief genug herunter. Wer die fetten Pneus auf feuchtem Terrain bewegt, der bekommt im Zweifelsfall etwas Dreck ab. Der dem Fahrrad wiederum ganz gut steht – schließlich fährt man ja Jeep.

Der 36-Volt-Akku ist gut für eine Reichweite von rund 50 Kilometern, er hat (für aktuelle Verhältnisse moderate) 374 Wattstunden Energieinhalt. Er steckt, verpackt in einer mit Klettverschlüssen befestigten Tasche, hinter der abschließbaren Tankattrappe. Die Blende wird zum Öffnen nach hinten weggeklappt. Das Herausnehmen der Batterie ist nicht nur wegen der Hülle, sondern auch wegen gleich zweier Kabelverbindungen etwas umständlich. Einfacher ist es, den Akku über den dafür vorgesehen Anschluss von außen zu laden. Die Gummikappe, die ihn vor Schmutz schützt, ist allerdings nicht sonderlich passgenau, und es kostet einige Mühe, die Mini-Steckdose vernünftig wieder zu verschließen. Die Ladezeit liegt zwischen fünf und sechs Stunden. Geliefert wird das Ladegerät übrigens mit einem Adapter, denn der Stecker hat amerikanisches Format. 
 
 Jeep CR 7004
 Jeep CR 7004
 

Der Bordcomputer des Jeep-Pedelecs informiert über die nötigsten Daten. Der Energiezustand des Akkus wird anhand von sechs Balken angezeigt, wobei beim Wechsel von der mittleren in die beiden höheren Leistungsstufen gerne schon einmal gleich ein ganzer Balken verschwindet. Es gibt einen Kilometerzähler für die seit dem Start des Motors zurückgelegte Strecke sowie natürlich Tacho und Gesamtkilometerzahl. Auch die momentane Akkuleistung kann abgerufen werden. Etwas umständlich ist es, das Vorderlicht über gleichzeitiges Drücken zweier Tasten des Displays einzuschalten (hinten gibt es ein Akku-Stecklicht mit Solarzellen).

Auch ohne Unterstützung durch den Elektromotor lässt sich das Jeep-Pedelec trotz der breiten Reifen und 30 Kilo Gewicht einigermaßen gut fahren, falls dem Akku unterwegs einmal der Saft ausgeht. Die Gefahr sollte aber eher gering sein, auch wenn die  Genauigkeit der Restkapazität auf den letzten Kilometern etwas zu wünschen übrig lässt. Denn ein Cruiser ist per se nun einmal kein Langstrecken-Trekkingbike und muss auch nicht dauerhaft in den Schubstufen vier oder fünf gefahren werden.

Bewundernde Blicke, nicht zuletzt von staunenden Kindern, zieht das CR 7004 so oder so auf sich. Das Jeep CR 7004 ist trotz seiner Show-Optik ein alltagstaugliches Pedelec, auch wenn kleine Schwächen im Detail noch ein bisschen  Luft nach oben lassen. Zu haben ist der coole Cruiser für 2399 Euro, als CR 7005 gibt es ihn auch mit Gepäckträger am Heck; www.jp-ebikes.de
 
 Jeep CR 7004
 Jeep CR 7004
 
 Jeep CR 7005

Jeep CR 7005
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