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BIKE-NEWS

ROLLERFAHREN IN SCHWEREN ZEITEN


Text: Redaktion
Fotos: SIP (1), Motomobil (3)
 

AM BESTEN EINZELN

Aus „naheliegenden Gründen“ ist in infektiösen Zeiten dem Individualverkehr Vorzug vor dem öffentlichen Personentransport zu geben. Wie sieht die aktuelle Situation bei Zweiradhändlern und -werkstätten aus?


Malossi Vespa FriedlSpani
 


Beim aktuellen Stand der Dinge (7. April 2020) haben wir die vierte Woche, in der – sowohl in Deutschland als auch in Österreich – alle Roller- und Motorradhändler die Rollbalken unten haben. Ein Fahrzeugverkauf hätte momentan auch wenig Sinn: Die Zulassungsstellen arbeiten nur im Notbetrieb, laut WKO und BMK ist zum Beispiel in Österreich die Tätigkeit auf unbedingt notwendige Geschäftsfälle beschränkt, also auf „die Anmeldung von betrieblich genutzten Fahrzeugen, die zur Aufrechterhaltung der Versorgung mit Lebensmitteln oder Gütern des täglichen Bedarfs genutzt werden, oder von Fahrzeugen, die eingesetzt werden müssen, um öffentliche Sicherheit oder Gesundheitswesen aufrecht zu erhalten. Auch die Abmeldung von Fahrzeugen ist möglich, sofern zwingende wirtschaftliche Gründe dies erforderlich machen“. Allerdings ist das persönliche Betreten der Zulassungsstellen nicht erlaubt, die Kunden müssen auf telefonischem oder elektronischem Weg Kontakt aufnehmen.

Etwas anders sieht die Sache bei den Werkstätten aus: Um Fahrten mit Öffis nach Möglichkeit zu vermeiden, ist eine Mobilitätserhaltung durch Kfz-Werkstätten sehr sinnvoll – sie sind von den „vorläufigen Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19“ ausgenommen. Nicht zulässig ist aber der „Kundenverkehr im für den Zweiradhandel vorgesehenen Geschäftslokal“. Selbiges gilt für die „Vulkanisation“ (Reifenreparatur). Eine laufend aktualisierte Liste gibt es auf den Corona-Infoseiten der Wirtschaftskammer Österreich.

Was heißt das in der Praxis? Nach einer „motomobil“-Anfrage bei den wichtigsten österreichischen Roller-Importeuren halten es die Zweiradhändler bzw. -werkstätten sehr unterschiedlich: Tendenziell sind eher kleinere Betriebe oder Familienbetriebe geöffnet, bis hin zu den One-man-Werkstätten und „Zanglern“. Die genaue Situation sollte also vorab durch einen Besuch der Webseite, der Facebookseite oder telefonisch geklärt werden. Engagierte „Edelschrauber“ wie etwa Deusmoto in Guntramsdorf (Royal Enfield, Moto Guzzi) bieten derzeit ein kostenloses Hol- und Bringservice an.

Malossi BMW GT 650
Malossi Multivar Vespa GTS
 

Eine ähnliche Einschätzung kommt vom weltweit größten Versender für Rollerteile, dem bayerischen SIP Scootershop: „Gerade viele kleine Ein-Mann Werkstätten aus Österreich und Italien sind froh, an Ware zu kommen und so wenigstens vorhandene Kundenaufträge abarbeiten zu können. Die Dienstleister stellen Pakete in alle Länder mit teilweise geringen Verzögerungen zuverlässig zu.“ Derzeit versendet SIP Teile noch in ähnlichem Umfang wie zur selben Zeit des Vorjahrs – wahrscheinlich herrscht auch in privaten Garagen Betriebsamkeit, die Zeit wird genutzt.

Auch etliche Fahrrad- (und somit Pedelec- und E-Bike-) Werkstätten halten weiterhin geöffnet und bieten Reparaturservice mit „kontaktloser“ Übergabe an, zum Beispiel eine Überschau für den Wiener Raum gibt es auf www.fahrradwien.at. Sobald es nach einer Eindämmung des Corona-Virus wieder losgeht, wird es nach übereinstimmenden Meinungen jedenfalls nicht zu Engpässen bei den Fahrzeugen kommen: Japanische Motorradfabriken stehen derzeit in Produktion; in Italien etwa waren das Honda-Roller-Werk in Atessa (SHi-Modelle, Forza, X-ADV) oder das Piaggio-Werk in Pontedera (mit dem Großteil der Vespa- und Piaggo-Palette) bis zur Zwangspause ab dem Wochenende 22./23. März in Betrieb.


SIP VespaPordoj


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