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NEUE KONZEPTE

ROLLER-NEWS – HONDA ADV350 KOMMT IM FEBRUAR 2022


Text: Redaktion
Fotos: Honda, Motomobil
 

TOLLER ROLLER

Vorreiter: Neues faszinierendes Crossover in der gehobenen Scooter-Mittelklasse


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Einige der wichtigsten Roller von Honda können auf abenteuerliche Verwandtschaft verweisen, erkennbar am „ADV“ im Namen: Zum Beispiel der seit der Verkaufssaison 2017 erfolgreiche Honda X-ADV800; oder in Asien seit einigen Jahren der ADV150. Für 2022 bekommt nun der noch taufrische Honda Forza 350 ein Offroad-Derivat und wird dadurch zum robusten Premium-Hybridroller – Stichwort „Urban Adventure“.

Durchaus logisch und begrüßenswert, dass Honda den feinen 350-Kubik-Vierventilmotor mit seinen 21,5 kW (29 PS) nicht nur in den Forza und den SHi einpflanzt, sondern weitere Verwendungen anbietet. Im „motomobil“-Dauertest des Forza 350 verbrauchte das Aggregat je nach Fahrweise nur 3,0 bis 3,9 Liter Sprit auf hundert Kilometer – das ist beachtlich für einen prall ausgestatteten Fulldresser mit vollgetankt 184 Kilo; und mit einer tatsächlichen Höchstgeschwindigkeit von 143 Stundenkilometern ist man auf der Autobahn bei weitem nicht der Langsamste.

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Neben der (für Rollerverhältnisse) grimmigen Optik des neuen, im italienischen Honda-Werk in den Abruzzen hergestellten ADV350 stellt sich natürlich die essenzielle Frage, welche Merkmale des Forza er übernimmt, und wo er eigene Lösungen anbietet. Er ist nur minimal schwerer, mit 186 Kilo vollgetankt sind es lediglich zwei Kilo. Der Radstand ist mit 1520 Millimetern um eine Haaresbreite länger. Die Bereifung kommt mit optisch sehr ansprechendem Blockprofil, weil aber die Felgengröße (vorne 15, hinten 14 Zoll) ebenso wie die Reifendimensionen zum Forza unverändert bleiben, wird sich wohl die Handlichkeit nicht dramatisch ändern. Auch die Bremsanlage bleibt wie beim Granturismo. Sie ist hochwirksam, wenngleich sich manche Tester einen etwas knackigeren Druckpunkt wünschen.

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Aber. Die konventionelle 33er-Telegabel wird auf eine USD von Showa mit 37 Millimetern Standrohrdurchmesser aufgewertet; dabei vergrößert sich der Federweg von 89 Millimeter (Forza) auf 125 Millimeter. Hinten gibt es Showa-Stereostoßdämpfer mit Ausgleichsbehältern; ihr Federweg beim ADV ist 130 Millimeter (statt 100 Millimeter beim Forza). Eine gewisse Offroad-Tauglichkeit des ADV350 – oder zumindest das Wohlbefinden auf schottrigen Pisten – ist sicher kein leeres Versprechen. Zudem lässt sich mit dem Hochrüsten der Chassiskomponenten ein präzises Fahrgefühl erwarten. Und außerdem: Bei der ersten „motomobil“-Sitzprobe auf dem Mailänder Zweiradsalon EICMA zeigt sich, dass der breitere ADV-Lenker spürbar nach oben gekröpft ist. Zusammen mit den serienmäßigen Handschutzbügeln ergibt sich sogar eine gesamte Fahrzeugbreite von 895 Millimetern (Forza: 754 Millimeter).

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Mit dem Stahlrahmen des Forza und seinem 11,7-Liter-Tank im Mitteltunnel kommt erfreulicherweise auch der üppige Sitzbankstauraum in den ADV: In 48 Liter Fassungsvermögen passen locker zwei Vollvisierhelme; eine USB-Buchse findet man links vorne im Handschuhfach. Beide Verriegelungen sind ins Bedienkonzept des Smart Keys integriert; als Zubehör gibt es für den ADV eine große, schlüssellos versperrbare Tobbox mit 50 Litern Inhalt, sie nimmt nochmals zwei Integralhelme auf.

Das elektrische Windschild mit seinem riesigen 18-Zentimeter-Verstellbereich bleibt dem Forza vorbehalten (weswegen er gerne auch als „Gold Wing für Geizige“ bezeichnet wird), doch die manuell vierfach verstellbare Scheibe des Adventure Scooters hat allemal noch wirksame 133 Millimeter Einstellbereich.  Das sportliche ADV-Windschild ist natürlich schmäler als das des Granturismo, und durch die kleinere Breite des Vorbaus wird sich wohl etwas geringerer Wind- und Wetterschutz auch in Kniehöhe ergeben. Dafür wird sich der zusätzliche Handschutz sicherlich als willkommener Kälteschutz erweisen.

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Zu den im Vorjahr präsentierten Connectivity-Highlights wie der Honda Voice Control für die Smartphone Anbindung (Nachrichten, Musik, Navigation) kommt beim ADV die Abkehr von traditionellen Rundinstrumenten im Cockpit. Er zeigt seine Infos über ein monochromes LCD-Display. Selektive Traktionskontrolle und Notbrems-Warnblinkanlage (Emergency Stop Signal „ESS“) ergänzen die elektronische Ausstattung.

In der Summe aller Details ist neben den urbanen Roller-Vorteilen also auch hohe Reisefähigkeit zu erwarten, zusätzlich zur oben erwähnten Tauglichkeit auf der Piste zum Lieblingsstrand. Damit sind die Ansprüche an den Honda ADV350 sehr hoch – selber schuld! Die ersten Exemplare werden bereits im Feber 2022 ausgeliefert. Der Österreich-Preis ist 6590 Euro, mit dem automatisch verriegelndem 50-Liter-Topcase kostet der ADV 6990 Euro. Damit ist der 200-Euro-Aufpreis zum Forza eigentlich fast kosmetisch, und die Entscheidung wird dadurch nicht leichter.


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TECHNISCHE DATEN: HONDA ADV350
MOTOR 1-Zyl.-4-Takt, flüssig gekühlt, SOHC, 4 Ventile, EFI
HUBRAUM 329,6 ccm
LEISTUNG 21,5 kW (29,3 PS) bei 7500/min
DREHMOMENT 31,5 Nm bei 5250/min
GETRIEBE autom. Kupplung, stufenlose Variomatik
FAHRWERK Stahlrohrrahmen, Triebsatzschwinge
AUFHÄNGUNG vo/hi USD-Telegabel 37 mm, Stereofederbeine
RADSTAND 1520 mm
FEDERWEG vo/hi 125 mm/130 mm
BEREIFUNG vo/hi 120/70-15, 140/70-14
BREMSEN vo/hi Scheibe 256 mm/Scheibe 240 mm, ABS
SITZHÖHE 780 mm
TANKINHALT 11,7 l
GEWICHT VOLLGETANKT 186 kg
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT  plus137 km/h
VERBRAUCH (lt. WMTC) 3,4 l/100 km
PREIS (2022) € 6790,– (€ 6990,– mit Smart Case)
VERTRIEB/INFO www.honda.at




























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