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BIKE-NEWS

NEUE STUDIE „MOTORRADWIRTSCHAFT IN ÖSTERREICH“


Text: Redaktion
Fotos: Cajetan Perwein, Economoca, Motomobil
 

RÜCKENWIND

Bei kleinen Motorrädern und Rollern soll die Elektromobilität schon sehr bald das Benzinzeitalter ablösen


Motorradwirtschaft Gewessler
 


Im Beisein von Verkehrs- und Umweltministerin Leonore Gewessler präsentierten Anna Kleissner (Institut Economica) und Hubert Trunkenpolz (Obmann Arge 2Rad, Vorstandsmitglied KTM AG) die neuesten Zahlen und Fakten zur Relevanz der motorisierten einspurigen Mobilität in Österreich. Beim aktuellen Bestand von knapp 900.000 zugelassenen Krafträdern (jährlich kommen zirka 45.000 hinzu) besitzt mittlerweile jeder neunte Österreicher/Österreicherin über 15 Jahren ein motorisiertes Zweirad.

Hervorstechend ist der kräftige Zuwachs bei Elektrofahrzeugen: Allein in den ersten neun Monaten 2021 gibt es im elektrischen Mopedsegment (L1e) einen Zuwachs von 47 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Mit bereits 20 Prozent Elektroanteil im gesamten Mopedbereich liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld; jährlich kommen etwa zehn neue Modelle zum Angebot hinzu. Aber auch das elektrische Äquivalent der 125-Kubik-Rollerklasse (L3e) legt zum Vorjahr um 40 Prozent zu.

Der Trend wird sich laut Pierer-Mobility-AG-Vorstand Hubert Trunkenpolz weiter beschleunigen: „Das heuer neu gegründete internationale Swappable Batteries Consortium wird demnächst einen Industriestandard für Tauschbatterien bei Zweirädern schaffen. Neben den Gründungsmitgliedern Honda, KTM, Piaggio und Yamaha ist mittlerweile auch BMW an Bord – schon bald wird es sowohl neue E-Bikes mit Fixbatterien als auch mit Tauschakkus geben.“

Motorradwirtschaft in Österreich
Österreichische Städte im Stau-Vergleich
Motorradwirtschaft in Österreich
Abgas-Vergleich Pkw zu Zweirad
 

Dazu Roland Berger (Honda-Produktplanung, Vertreter in der europäischen Motorradindustrie): „Gemeinsam mit den Metropolen Rom und Barcelona wird Wien zu einer der ersten europäischen Städte, wo man markenübergreifend an frequentierten Stellen die Akkus für den E-Roller oder das E-Motorrad unkompliziert austauschen kann.“

Für Ministerin Leonore Gewessler ist die Zweiradwirtschaft auf einem richtigen Weg: „Bei den Zweirädern sehen wir heute schon ganz klar – der Umstieg wird uns gelingen: Bessere Luft, weniger Lärm und weniger Stau bringen mehr Lebensqualität. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch gut für die Wirtschaft. Moderne E-Zweiräder schaffen Arbeitsplätze in Österreich.“

Motorradwirtschaft in Österreich
Die Wertschöpfung der Motorradwirtschaft
Motorradwirtschaft in Österreich
Arbeitsplatzsicherung durch die Motorradwirtschaft
 

Laut der neuen Studie geht die Ökologie Hand in Hand mit Ökonomie, wobei gerade die Motorradwirtschaft eine erforderliche Energiewende und die damit verbundene Mobilitätswende begünstigt. Das sind einige der Ergebnisse:

o  Zweiräder verringern Zeitverluste und damit volkswirtschaftliche Schäden in erheblichem Ausmaß: Bereits heute sparen sie in Österreich jährlich 1,6 Millionen Stunden – und damit umgerechnet 19 Millionen Euro – an Zeitverlusten ein
o  Zweiräder haben geringeren Energiebedarf: Im Vergleich zum Pkw werden aktuell 43 Millionen Euro an Treibstoffkosten und 86.800 Tonnen CO2 eingespart. Dieselbe Relation gilt auch im Vergleich von E-Bikes zu E-Pkw‘s
o  Zweiräder sparen Platz: Mit einem Drittel der beanspruchten Fläche wird dem Verbrauch an Parkraum entgegengewirkt – momentan werden in Wien im Vergleich zum Auto tausend Fußballfelder oder die Größe des Bezirks Josefstadt eingespart. Wobei es noch Potenzial gibt: In klimatisch vergleichbaren europäischen Großstädten wie Mailand fahren anteilsmäßig doppelt so viele Zweiräder als in Wien
o  Jeder 108. Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, hat Motorradbezug: Als Querschnittsmaterie aus vielen unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen generiert sie eine Wertschöpfung von 3,3 Milliarden Euro, somit einen Anteil von 0,92 Prozent der Wirtschaftsleistung
o  Die Motorradwirtschaft sichert so viele Arbeitsplätze wie die Energieversorgung: Österreichweit wurden 2019 knapp 40.400 Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise gesichert. In den Krisenjahren der weltweiten Seuche 2020 und 2021 gab es ein verhältnismäßig geringes Wertschöpfungsminus von 2,5 Prozent; die Zahl der Beschäftigten konnte sogar leicht gesteigert werden, damit ist der Bereich für einen weiteren Aufschwung gut gerüstet
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Leonore Gewessler



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