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ROLLER-TECHNIK

INTERVIEW: ALESSIO SISI ÜBER DEN NEUEN PIAGGIO BEVERLY


Text: Leonardo Lucarelli
Fotos: Alberto Cervetti, Milagro
 

ENTSPANNT SCHNELL

Cheftechniker Alessio Sisi (Head of Project Management & Advanced Engneering) ist maßgeblich für die Konzeption des neuen Beverly 300 und Beverly 400 verantwortlich


Alessio Sisi
 


„motomobil“: Wie lange hat Piaggio daran gearbeitet, um die neue Beverly-Baureihe fertigzustellen?
Alessio Sisi: Von der Entscheidung, den Beverly komplett zu überarbeiten, bis zum Produktionsbeginn dauerte es genau 36 Monate. Die Konzeptphase dauerte recht lange, weil wir den Roller deutlich von den Mitbewerbern abheben wollten, und uns dabei ganz genau klar werden mussten, was dafür nötig ist. Um die Änderungen zu entwickeln, dauerte es dann zwei Jahre.

Was war – technisch gesehen – die größte Herausforderung?
Hauptsächlich waren es zwei große Aufgaben. Zuerst natürlich, die neuen strengen Euro-5-Emisionsbestimmungen zu erfüllen. Das hätte bedeuten können, die Leistung zu beeinträchtigen und die Motoren zu schwächen (was in solchen Situationen bei Automobilen meistens der Fall ist). Wir hatten aber das ehrgeizige Ziel, die Motorleistung zu steigern und gleichzeitig die Emissionen zu senken, während der Verbrauch unverändert bleiben sollte. Außerdem wollten wir den gefühlten Komfort erhöhen – deswegen mussten wir am Chassis, am Bremssystem, und (in Zusammenarbeit mit Showa) an den Aufhängungen intensiv arbeiten.

Piaggio Beverly 400 S
Piaggio Beverly 300 hpe
 

Man erkennt einen dezenten Stilwechsel – der zwar die Ästhetik des Beverly fortsetzt, aber doch einen Blick auf die Motorradwelt wirft. Soll das eine technische Verbesserung sein, oder lediglich eine Frage der Optik?
Wir sind der Motorradwelt auch im Design ein bisschen näher gekommen, weil das Fahrerlebnis jetzt anders ist. Es ist jedoch kein Roller mit Motorradmerkmalen, sondern ein dynamisches Zweirad mit den Vorzügen eines Motorrollers.

Musste die Abteilung Design oder die Technikabteilung mehr Kompromisse eingehen?
Wir haben wir es immer geschafft, in gemeinsamen Meinungsverschiedenheiten zu arbeiten (er lacht). Man setzt sich auseinander und man argumentiert, aber dann gibt es einen Moment, in dem alle Teams ausgerichtet sind.

Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Stärke des neuen Beverly?
Als ich ihn fertig sah, sagte ich „ok, das ist es“. Aber als ich zum ersten Mal damit fuhr, war ich wirklich sehr zufrieden: Man steigt auf und merkt, dass er flotter ist als das vorherige Modell, aber man ist gleichzeitig entspannter. Die 300er-Version ist dem alten 350er-Modell viel näher, und die 400er-Version ist ein neues Fahrzeug mit mehr Leistung, mehr Drehmoment und mehr Solidität. Die Stärke von beiden liegt meiner Meinung nach in der Tatsache, dass man sich bei allen Straßenbedingungen sofort wohl und sicher fühlt.

Hier geht’s zum „motomobil“-Test des Piaggio Beverly 300/Piaggio Beverly 400


Piaggio Beverly 400 S


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FINDE ICH GUT
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